2000 - Felsensauna
Prof. DDr. h.c. Eberhard Stüber vom „Haus der Natur“ in Salzburg, Chef über 39 Aquarien, hat zu Ehren des Stanglwirts die wissenschaftliche Planung und Leitung beim Bau des Aquariums übernommen. Das 28.000 Liter Salzwasser fassende Haifisch-Aquarium bietet eine der wenigen Gelegenheiten, lebende Schwarzspitzen-Riffhaie in unseren Breitengraden bewundern zu können. Zur hochmodernen Technik gehören neben Rieselfiltern und Eiweißabschäumer eine starke Strömung, die für Korallen und Haie unbedingt erforderlich ist. Neben einer Fülle von Korallen (Weich-, Horn- und Leder-, Steinkorallen) kann man Doktorfische, Anemonenfische, Riffbarsche, Fahnenbarsche, sandkauende Grundeln und algenfressende Schleimfische bewundern.
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Haie sind Dauerschwimmer mit Sprints bis zu 65 km/h, sie fressen und schlafen im Schwimmen.
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Ein Hai verbraucht etwa 1.000 Zähne in 10 Jahren! Das “Revolvergebiss“ des Haies zählt zu den perfektesten Anpassungen an seine räuberische Lebensweise. Die messerscharfen Zähne sind in mehreren, hintereinander liegenden Reihen im Unter- und Oberkiefer verankert. Meist ist nur die äußerste Reihe in Gebrauch, die anschließenden liegen umgeklappt in Reserve. Sobald eine Zahnreihe abgenützt ist, rückt die nächste nach. „Hautzähnchen“ zum lautlosen Gleiten.
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Hervorragende Sinnesleistungen mit ausgeprägter Geruchssinn: Wasserlösliche Stoffe, wie z.B. Blut, können in millionenfacher Verdünnung registriert werden. Wahrnehmen von Vibrationen (z.B. zappelnder Fisch) mit dem „Seitenlinienorgan“, Wahrnehmen von elektromagnetischen Feldern mit dem „Hai-Radar“. So kann z.B. der Herzschlag eines eingegrabenen Fisches wahrgenommen werden
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Unsere beiden Haie fressen mit Vorliebe Tintenfische und Fischfilets
Berühmte Paten für die Haie "Renki" und "Romolus"
Der weltbekannte Meeresforscher Prof. Hans Hass gemeinsam mit seinem langjährigen Partner, Verhaltensforscher Prof. Dr. Irenäus Eibl-Eibesfeldt übernahm die ungewöhnliche Aufgabe einer Patenschaft für die einzigen Haie im Alpenraum. Der jüngere Hai erhielt den Namen „Renki“ (Spitzname von Irenäus), der ältere Hai den Namen „Romolus“ (zweiter Vorname von Prof. Hans Hass). Für Hans Hass war es die erste Patenschaft für einen Hai.
Welche Fischarten sind noch im Aquarium?
Gelber Hawaii-Doktorfisch, Paletten-Doktorfisch, Weißkehl-Doktorfisch, Bartlet-Fahnenbarsch, Neon-Fahnenbarsch, Violetter Fahnenbarsch, Fidji-Riffbarsch, Blauer Riffbarsch, Purpurfleck-Lippfisch, Kanarien-Lippfisch, Schwarzer Lippfisch, Zwergzackenbarsch, Goldkopfgrundel, Rauchfleckgrundel, Brunnenbauer, Sattelfleck-Schmetterlingsfisch, Gelbschwanzfisch, Traumkaiserfisch, Dreipunkt-Kaiserfisch, Kubaren-Kaiserfisch, gelb-blauer Zwergkaiser, Flammen-Zwergkaiser, Eibelszwergkaiser, gelber Zwergkaiser
Der "Wilder Kaiser" – ein Korallenriff
Haie gab es bei uns bereits von 400 Milliarden Jahren, als der Alpenraum noch von Meeren bedeckt war. Die majestätischen Unterwasser-Räuber haben im Gegesatz zu unzähligen anderen Tierarten die Jahrmillionen überdauert. Während Dinosaurier und Millionen anderer Tierarten ausstarben, haben die Haie überlebt und sich immer mehr an den Lebensraum angepasst. Sie beherrschen noch heute die Weltmeere. Die beiden Schwarzspitzen-Riffhaie beim Stanglwirt gehören sozusagen zu den Ur-Bewohnern der Alpen. Der "Wilder Kaiser" entstand vor 220 Millionen Jahren aus dem Ur-Ozean durch den Zusammenprall der Europäischen und Afrikanischen Erdplatte unter der daraus folgenden Auffaltung der gesamten Alpen.
"Zeitreise in die Urgeschichte"
Was ist Zeit? Was sind 400 Millionen Jahre im Zeitraffer der Erdgeschichte? Ein Augenblick.
Die ORF-Sendung „Universum“ über die Entstehung der Alpen sowie die jahrzehntelange Beobachtung der Felsgesteine des Wilden Kaisers, gaben für den Stanglwirt den Ausschlag, Haifische in ihren ursprünglichen Lebensraum – die Alpen – zurückzuholen.
Zahlreiche Funde (Ammoniten, Fossilien, Schnecken) am "Wilden Kaiser", im Atzl-Riff in Brandenberg, auf der Steinplatte in Waidring, sind Zeitzeugen des Trias-Urmeeres.




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