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Die Stanglwirtdirndl von Elfi Hintner

"Im Sommer 1973, es war genau eine Woche nach meiner Hochzeit, fuhr ich mit der Söllandler Plattlergruppe nach Going zum Stanglwirt"

Tiroler Abend war angesagt, und meine Freundin Resi und ich sollten an diesem Abend einige Lieder zum Besten geben. Wir beide waren schon ein eingesungenes Duo und freuten uns auf den Auftritt in diesem berühmten Wirtshaus. Wichtiger als die Auftritte war für uns aber das gemütliche Beisammensitzen in der Stube, wo sich auch bald der junge Stanglwirt zu uns gesellte. Er war ganz begeistert von unseren Stimmen und fragte auch gleich an, ob er einige Lieder mit uns mitsingen dürfe. Es klappte ganz hervorragend, unsere Stimmen passten gut zusammen und wir sagten auch gleich zu, als er mit uns auf der Bühne gleich auftreten wollte. Ich wusste in diesem Augenblick noch nicht, dass ein neues Stangltrio entstanden war, eine Singgruppe, die ganz im Sinne und Stile der alten Stanglwirtsleute sang und auch so ähnlich klang. "Ös hearts no von mir!", rief uns Hauser noch bei der Verabschiedung nach. Wie immer beim Stangl war es schon ziemlich spät und ich legte diesen Worten nicht soviel Bedeutung bei. Aber Hauser hielt sein Wort, und nach ein paar proben hatten wir zu Weihnachten im selben Jahr unseren ersten erfolgreichen Auftritt, dem in den nächsten Jahren noch viele folgen sollten.

1976 kam es beim Sängertreffen noch zu einer anderen musikalischen Veränderung. Hauser war sehr beschäftigt mit den Gästen, so traf es sich recht gut, dass die Cousine von Resi, die Marie Luise, unseren Zweigesang mit ihrer wunderbaren Altstimme abrundete und wir beim internen Sängerwettstreit in den oberen Stuben des Stanglwirts gut mithalten konnten. Der Sprecher Sepp Landmann war sehr angetan von unserem Dreigesang und er wusste, dass Dirndl Trios damals in Tirol sehr dünn gesät waren: "Ös miaßts unbedingt untn singa!", bat er uns, und er stellte uns auch gleich vor als "Söllandler Dreigesang". Hauser war ebenfalls begeistert, nur mit der Triobezeichnung war er wenig zufrieden. Schlau wie er war, konnte er uns überzeugen, dass wir eigentlich die Stanglwirts-Dirndln waren, und so blieb uns diese Bezeichnung. Leider musste uns Marie Luise 1978 verlassen, sie war im Hotelgewerbe auswärts tätig und daher häufig unabkömmlich. Für sie sprang Maria, die Schwester von Resi, ein. Beinahe übergangslos ging der Wechsel von sich, Maria kannte alle Lieder und auch ihre Stimme passte gut zu uns. Ich muss sagen, es war eine sehr schöne Zeit! Es folgten Auftritte bei Fernsehen und Rundfunk. Besonders begeisterten wir uns über die privaten singerischen Zusammenkünfte und die vielen netten Abende mit prominenten Gästen, so wie es beim Stangl schon immer Brauch war. 1979 hatte ich mein größtes Erlebnis. Zum ersten Male machte ich Urlaub und das auch gleich auf einem richtigen Luxus Liner; eine Kreuzfahrt führte uns durchs Mittelmeer bis nach Ägypten und in die Türkei. Mit dabei waren die Resi, der Hausal mit seiner Magdalena und die Erberharter Buam aus Kitzbühel. Und was das schönste war, auch mein Mann begleitet mich. Er war bei den volksmusikalischen Aufführungen miteingebunden und spielte das "Bassei". Es waren herrliche Tage, und alles verdanke ich unserem Gesang.

Mitte der 90er Jahre spürte ich, dass mit meiner Stimme etwas nicht in Ordnung war. Ich führte das aber auf meine Nervosität zurück, meistens verschwanden die Probleme nach ein paar Liedern. Dem war aber nicht immer so. Im September1996 musste ich mich einer Schilddrüsenoperation unterziehen und es trat nachher eine einseitige Stimmbandlähmung auf, die sich für mich als Sängerin katastrophal auswirkte. Meine Stimme bei den Stanglwirtdirndln übernahm nun Agnes, die dritte Schwester von den Stöckl Dirndln, und weil sich doch jetzt alle etwas im reiferen Alter befinden, nennen sie sich nun "Stanglwirts-Dreigesang". Mit etwas Wehmut denke ich an all die schönen Jahre zurück, in denen ich dabei sein durfte. Mein positives Denken half mir über vieles hinweg, und ich muss dem Herrgott danken, dass ich die Krankheit überwunden habe und nichts Schlimmeres passierte.
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