Lesung mit Hans Sigl zugunsten "Children of Kosovo"
Sr. Johanna bekannt gemacht. Als sie ihm von ihrem Projekt erzählt hatte, wollte er sofort eine Möglichkeit schaffen sie zu unterstützen. Unsere Familie Hauser hat den Rahmen geschaffen und so bleibt es an Ihnen, ob dieser Abend ein grosser oder ein ganz grosser Erfolg wird.
Hans Sigl hat sich bewusst Heimatdichter ausgesucht, da er das Ambiente und die Philosophie des Stanglwirts sehr schätzt und die Texte in diesem urigen Rahmen sicherlich gut zur Geltung kommen werden.
Dialekte haben ihn seit seiner Kindheit schon immer fasziniert. Durch seinen Lebensweg musste, konnte oder durfte er einige auch erlernen. Sprache ist grundsätzlich der Stoff, mit dem Schauspieler umgehen müssen, und Dialekte vermitteln noch einmal mehr eine tiefe Verbundenheit zu den Gefühlen, um die es geht. Und wer denkt, dass Peter Rosegger nur liebliche Geschichten geschrieben hat, wird an diesem Abend eines besseren belehrt.
| Biografie Hans Sigl: |

| Biografie Schwester Johanna Schwab: |

In Turin lernte ich das Werk von Don Bosco kennen das mich sehr faszinierte und ich wollte dort in den Orden eintreten. Die Schwestern aber meinten, ich solle in Österreich bleiben, sie wollen keine Ausländerinnen. Ich habe dann bei den Bamherzigen Schwestern in Hall/Tirol in einem Kinderheim für Mädchen gearbeitet. Nach langem Ringen mit mir selbst bin ich dann bei den Bamherzigen Schwestern in Zams in Tirol in den Orden eingetreten. Aber ich denke, dass der Hl. Don Bosco und der gute Vinzenz von Paul schon auch mitgemischt haben.
Die 2 Novizialsjahre gehören sicher zur schönsten Zeit meines Lebens und gleich nach der Ordensprofeß kam ich nach Kärnten. Über 40 Jahre war ich in einem Kinderheim und habe dort Buben großgezogen. Es war eine sehr schöne Zeit. Die Buben sind zum größten Teil tüchtige, angesehene Männer geworden. Manche haben sehr gute Positionen aber auch interessante Berufe von Lehrer über Handwerker bis Architekten und Doktoren. Mit den meisten habe ich sehr guten Kontakt und das freut mich sehr.
Nun, so wurde ich alt und es kam die Pensionierung. Was nun? Vinzenz von Paul sagte: "Überlassen sie sich der göttlichen Vorsehung." Für mich war das die himmlische Regie. Es war spannend. Selbst wäre ich nie auf die Idee gekommen, was da passierte. Ein junger Offizier namens Clemens Feuerstein, er kam aus dem Bregenzer Wald, erzählte mir vom Kosovo und wir beschlossen, gemeinsam dort für die armen Kinder etwas zu tun. Ich flog selber mit der „Herkules“ in den Kosovo, und fand gleich guten Kontakt zur Bevölkerung.
Im ersten Jahr versuchte ich sehr viele Kontakte zu schließen und im zweiten entstand die Idee von multi-ethnischen Sportwochen und Fußballturnieren. Im dritten Jahr wurden dann auch die Eltern darin mit eingebunden. Also echte Friedensarbeit. Durchführen kann man dies nur mit Hilfe des Bundesheeres. Die Soldaten bereiten alles vor, stellen Personal zur Betreuung, Bewachung und Transporte zur Verfügung. Die 60 Kinder von 10-14 Jahre sind sehr dankbar, begeistert, diszipliniert und lernfähig. Aber es kommen auch andere Leute zu mir, die um Hilfe bitten. Sie benötigen Heizmaterial, Kleidung, finanzielle Unterstützung beim Studium, Operationen usw.
Das alles ist für mich eine große, auch körperliche Anstrengung. Es hat schon Tage gegeben (meist ist es der zweite Tag, wenn ich zurückkomme) an denen ich ganz K.O. bin und mir sage: "Nie mehr Kosovo." Dann aber erreicht mich ein Anruf, ein Brief, eine Begegnung, wo ich mir sagen muss: "Es geht weiter." Ich spüre, es ist die himmlische Regie, die mir sanft über den Kopf streicht und sagt: "Gib nicht auf, die Menschen dort brauchen dich." Dann geht es wieder und ich denke: "Wenn der Schmetterling mit seinem zarten Flügelschlag einen Wirbelsturm auslösen kann, vermag ich "alte Frau" doch auch noch Vieles zu bewirken.
| Biografie Christian Wegschneider: |

Wohnhaft in Wiesing, Tirol.
Christian Wegscheider beginnt seine Laufbahn als Autodidakt an der väterlichen Heimorgel mit Fußbass und Rhythmusgerät. Kurzer und glücklicherweise erfolgloser Versuch der Firma UFA eine Kinderstarkarriere zu starten.
Es folgt Klavierunterricht an der Musikschule sowie erste Berührung mit dem Jazz anhand einer geschenkten Jazzschallplatte. Ein Jazzpianist in München hilft über die ersten Hürden.
1987-1993 Jazzklavier Studium an der Uni Graz
Lebt 1994-95 in New York um den Standart im Jazzweltcup zu erkunden.
Arbeitet seit 1993 als freier Musiker, Jazzpädagoge und Nebenerwerbsschnapsbrenner. (Spezialität: Tiroler Zwetschkenbrannt)
Ist z. Zeit in folgenden Ensembles fixes Mitglied:
Pepe Lienhard Big Band, Udo Jürgens; Willi Resetarits Stubenblues, Christian Wegscheider Trio, The Nashville Music Company,
Schreibt Musik für verschiedenste Ensembles:
Orchester, Jazzklaviertrio, Big Band, Chor, div. Kammermusik, Filmmusik, Theatermusik für zahlreich Produktionen








