
"Es wächst zusammen, was zusammen gehört":
Der ehemalige bayerische Landtagspräsident
Alois Glück brachte das Anliegen der
Euregio Inntal in seiner Laudatio anlässlich der
Verleihung des Euregio-Inntal-
Preises 2010 auf den Punkt.
Bei der Veranstaltung hier bei uns im Stanglwirt zeichnete Euregio-Präsident Franz X. Heinritzi den ehemaligen Landtagsabgeordneten Adolf Dinglreiter, den Unternehmer Michael E. Heinritzi, Stanglwirt Balthasar Hauser sowie die Bergwacht Rosenheim im Bayerischen Roten Kreuz und die Ortsstelle Kufstein und Umgebung in der Bergrettung Tirol aus.
Die Euregio Inntal, der neben der Stadt und dem Landkreis Rosenheim auch der Landkreis Traunstein sowie die Städte und Bezirke Kufstein und Kitzbühel angehören, ist eine Informations- und Beratungsplattform im Bezug auf grenzüberschreitende Probleme und Sachverhalte und unterstützt Personen und Institutionen in diesen Fragen. Der Euregio Inntal Preis zeichnet die Preisträger für langjährige Verdienste um die Pflege und Entwicklung von grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen Bayern und Tirol aus und wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal vergeben.
Die Verleihung des Euregio-Inntal-Preises sei ihm Auftrag und Verpflichtung zur Weiterarbeit im Sinne der wirtschaftlichen, kulturellen, ökologischen und verkehrspolitischen Verbindung der Region, betonte Ehrensenator Adolf Dinglreiter. Mit Freude werde er auch weiterhin für die Stärke und Zukunftsfähigkeit der Region arbeiten. Laudator Dr. Klaus Madritsch, Klubobmann im Tiroler Landtag a.D., hatte zuvor Dinglreiters "starkes Wort aus Bayern" gewürdigt.
Das Bergrettungsnetzwerk Trockenbachtal/Samerberg werde Modellcharakter für andere haben, betonte Alois Glück, Vorsitzender der Bergwacht Bayern, in seiner Laudatio für die Bergwacht Rosenheim im Bayerischen Roten Kreuz sowie die Ortsstelle Kufstein und Umgebung in der Bergrettung Tirol. Die neue Rettungswache in Grainbach könne durch ihre günstige Lage eine schnellere, grenzüberschreitende Reaktion bei Notfällen ermöglichen. Insbesondere würdigte Glück das komplett ehrenamtliche Engagement der Bergretter, die bei ihren schwierigen Aufgaben immer wieder auch in das eigene Leben gefährdende Grenzsituationen gelangen.
Mit gemeinsamen Übungen und Lehrgängen erfolge bereits ein Erfahrungsaustausch, der auch in Zukunft fortgesetzt werden soll, betonten Andreas Menzinger (Bergwacht Rosenheim), Richard Brandauer (Bergrettung Kufstein) und Kurt Nairz (Landesleiter Bergrettung Tirol), die die Auszeichnung stellvertretend für ihre Organisationen entgegennahmen.
Als "Grenzgänger im besten Sinn des Wortes" bezeichnete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer Preisträger Michael E. Heinritzi, Franchisenehmer von zahlreichen McDonalds-Restaurants in Bayern und Österreich, und lobte dessen wachen Sinn für Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit, mit dem er bayerisch-österreichische Gasthaustradition im modernen Konzept eines Schnellrestaurants aufgreife. Seine Verwurzelung mit der Heimat spiegle sich auch in der Verwendung regionaler Produkte wider, womit Heinritzi zur Sicherung der heimischen Sozialstrukturen beitrage.
"Ein Wirt für alle" ist Stanglwirt Balthasar Hauser, so Professor Peter Reitmeir, Obmann des Tiroler Volksmusikvereins, in seiner Laudatio. Glaubwürdig setze Balthasar Hauser die landwirtschaftliche Tradition der Familie fort und bringt die tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat auch in der zukunftsorientierten Weiterentwicklung des seit mittlerweile 400 Jahren bestehenden Gasthauses zum Ausdruck. Eine Herzensangelegenheit sei Hauser die Pflege der heimischen Musik.