Seite 105 - Bio-Hotel Stanglwirt | Jubiläumsmagazin 400 Jahre

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er Hamburger Stadtteil Wellingsbüttel zählt zu den nobelsten
der Stadt. Viel Grün, hohe Hecken, hinter denen sich unauf-
dringliche Häuser verbergen, hanseatisch zurückhaltend. Die
Alster ist hier noch ein kleiner Fluß, bevor sie einige Kilometer weiter
zu dem großen Binnensee mitten in der Stadt wird, der viele Ansichts-
karten von Hamburg ziert. Von hier nach Going sind es 913 Kilome-
ter; früher waren es noch mehr. Nicht, weil sich Norddeutschland in
Folge von Klimawandel oder Kontinentaldrift an Tirol annähert, son-
dern weil bis zum Fall der Mauer vor 20 Jahren die deutsch-deutsche
Grenze den kürzesten Weg verstellte.
Aber wie kommt man von Wellingsbüttel nach Going, oder besser:
Warum kommt man? „Auf Empfehlung eines Geschäftsfreundes“, sa-
gen Rita und Harald Feldmann. Wichtiges Entscheidungskriterium:
Die außergewöhnlich guten Tenniscamps mit amerikanischen Trai-
nern. Das war vor 24 Jahren – seitdem kommt das Hamburger Unter-
nehmer-Ehepaar jeden Winter und zählt zu den treuesten Stammgäs-
ten des Stanglwirts, längst auch ohne Tennis. Aber was heißt da
Gäste“? Eigentlich gehören die Feldmanns längst zur erweiterten
Hauser-Familie. Und so zählen sie ihre Urlaube beim Stanglwirt auch
in Lebensjahren, nämlich denen von Elisabeth. „Bei unserem ersten
Aufenthalt kam Magdalena Hauser gerade nieder, mit Elisabeth“, sagt
Harald Feldmann, „daher wissen wir immer genau, wie lange wir
schon herkommen.“
Freunde und Helfer
Die Feldmanns haben nicht nur Elisabeth aufwachsen sehen, sondern
auch die anderen Kinder. Und sie haben auch erlebt, wie das Hotel
wuchs und immer größer wurde. „Ich sehe Balthasar noch vor mir
stehen, mit den Plänen für den Neubau in der Hand“, erinnert sich
Harald Feldmann. Mit viel Sinn fürs Praktische ausgestattet machten
sich die Hamburger Gäste auch gleich daran, bei der geschicktesten
Aufteilung der neuen Zimmer, der Einrichtung und der Stoffauswahl
mitzuwirken – als langjährige Stanglwirt-Fans und begeisterte Tirol-
Urlauber brachten sie dafür ohne Frage die notwendigen Qualifikati-
onen mit. Und so wurde das damals als Musterzimmer eingerichtete
Zimmer 517 auch gleich zum fixen Urlaubs-„Wohnsitz“ der Mitgestal-
ter. „Ein Eckzimmer mit zwei Balkonen und herrlichem Blick auf die
Kaiserwiese und den Wilden Kaiser“, beschreibt Harald Feldmann.
517 –
für das Hamburger Paar ist das ihre individuelle Glückszahl.
Fixpunkt Tirol
Jeden Winter Tirol, jeden Winter Going, jeden Winter Stanglwirt, je-
den Winter Zimmer 517 – das hört sich ziemlich altmodisch und ein-
fallslos an. „Nein, nein“, sagt Harald Feldmann schnell, „da entsteht
jetzt ein falscher Eindruck, wir reisen während des Jahres auch woan-
ders hin.“ Im Sommer war oft Sardinien das Ziel – im Übrigen auch
ein Tipp des Geschäftspartners –, manchmal auch Mauritius, dazwi-
schen immer wieder Kurzurlaube und Städtereisen in die ganze Welt.
Auch beruflich ist das erfolgreiche Unternehmerpaar viel unterwegs.
Rita Feldmann ist Inhaberin des kleinen, feinen Modehauses „Hoff-
mann“ am Hamburger Einkaufsboulevard Neuer Wall. Um sich von
der Mode-Expertin die neuesten Trends vorführen zu lassen, kommen
schon mal 800 geladene Gäste ins noble Hotel „Atlantik“, sozusagen
das „Sacher“ von Hamburg. Dank perfekter Inszenierung und klin-
Die Feldmanns sind Naturliebhaber.
Der Wilde Kaiser ist daher genau
nach ihrem Geschmack.
400
Jahre
Stanglwirt
Feldmanns
105
Das Magazin zum Jubiläum