Seite 56 - Bio-Hotel Stanglwirt | Jubiläumsmagazin 400 Jahre

Wahrer
Luxus
Der Stanglwirt wäre ohne Landwirtschaft
einfach nicht denkbar. Im Gasthof und im
Biohotel gibt es deshalb viele wahrhaft
unverfälschte Naturprodukte aus eigener
Produktion.
D
ie Stanglwirt-Alm ist schon ein besonders idyllisches Fleck-
chen Erde. Hier grasen im Sommer die Kühe aus der Land-
wirtschaft, die zum Stanglwirt gehört wie die Berge zu Tirol.
Hier wächst das saftige Gras, das den Milchprodukten vom Bauernhof
einen so unvergleichlichen Geschmack gibt. Vor allem, wenn sie auch
im Winter ausschließlich Heu statt Silofutter vorgesetzt bekommen.
Beim Stanglwirt ist das der Fall. Denn: Die Rinder sind Nutzvieh im
engeren Wortsinn. 140 Tonnen Milch werden beim Stanglwirt jährlich
verarbeitet, zu Topfen, Butter, Joghurt und natürlich zum berühmten
Stanglwirt-Käse.
Der Gold-Käse
Dieser schmeckt nicht nur ausgezeichnet, sondern ist es auch. Beim
erstmaligen Antreten in einem Qualitätswettbewerb erzielten die Pro-
dukte von Käser Sepp Hechenberger auf Anhieb die maximal mög-
liche Punkteanzahl – das bedeutete natürlich Platz 1 und die Goldme-
daille im Bereich Hartkäse/Kuhmilch. Käser Sepp Hechenberger und
Stanglwirt Balthasar Hauser sind sehr stolz auf diese Auszeichnung.
Etwa drei Tonnen des „Goldkäses“ werden im Sommer nach alter
Tradition hergestellt. Die Rohmilch von der Alm wird in Handarbeit
mit Kupferkessel über dem offenen Feuer und dem Käsetuch zum
schmackhaften Endprodukt verarbeitet. Ohne Geschmacksverstärker,
ohne unnötige Zutaten. Mehr „bio“ geht nicht.
Jeder Grashalm kommt zum Gast
Natürlich deckt die riesige Landwirtschaft – sie ist auf das Gebiet von
vier Gemeinden verteilt und umfasst 65 Hektar Grünland, 52 Hektar
Almgebiet, Rinder, Ziegen, Hasen und eine Menge anderer Tiere –
den Tisch nicht nur mit Käse. Mehr als 80 Tonnen Fleisch und Fleisch-
produkte werden in der hauseigenen Metzgerei verarbeitet, das allzeit
frische Brot wird in der ebenfalls zum Stanglwirt gehörenden Bäckerei
gebacken. Richard Hauser: „Jeder von Mensch, Kuh oder auch Pferd
geerntete Grashalm findet sich letztendlich in irgendeiner Form beim
Gast des Stanglwirts wieder“.
Das Magazin zum Jubiläum
Landwirtschaft
Stanglwirt
56
400
Jahre
© Paul Dahan