Seite 65 - Bio-Hotel Stanglwirt | Jubiläumsmagazin 400 Jahre

Regie – und zudem ein überregional bekanntes Modeatelier, das be-
kannte Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
zu schätzen wissen. Vor allem solche, die auf edle Stoffe österrei-
chischen Zuschnitts schwören. „Tracht und Trachtenmode – das ist ein
persönliches Anliegen, eine Verbindung von Vergangenheit und Ge-
genwart, eine Mischung von Heimatverbundenheit und Weltoffenheit;
es ist eine Frage der Kultur, es ist ein Stil, den man leben muss, um ihn
vermitteln zu können“, schwärmt Trachten-Couturier Helmut Eder se-
nior. Kenner wissen besonders sein Maßatelier zu schätzen, wo etwa
aus altem Bauernleinen originelle Einzelstücke nach traditionellen Vor-
bildern entstehen.
Mit seinem Erfolg hat er ein kleines Modeimperium begründet: Denn
zugleich spezialisiert sich Traudi Eder auf originelle Tracht- und Sport-
Couture führender Marken wie Meindl, Sisi Wasabi, Tostmann, Habs-
burg. Und auch zur Boutique „Habsburg“ von Tochter Karin Eder sind
es nur wenige Schritte in Richtung Vorderstadt.
Inbegriff für Luxusmode
Ein anderer Helmut Eder wiederum gilt mit seinen Geschäften für Da-
men- und Herren-Fashion, Tür an Tür am Sterzingerplatz in Kitzbühel,
als Inbegriff für Luxusmode. Die Wiener Stararchitekten Delugan
Meissl, die das Ambiente der Präsentationsräume für die Damen- und
Herrenmode konzipierten, gingen voll und ganz auf die Wünsche von
Helmut Eder ein und schufen zum Kitzbüheler Flair passende Atmo-
sphäre mit viel Holz, Leder und Fell. Ein Wohnzimmer zum Plaudern
und Probieren von Top-Labels wie Bottega Veneta, Lanvin, Balencia-
ga oder Gucci. Diese Spannung zwischen Luxus und Heimatverbun-
denheit macht den Kern der Marke Helmut Eder aus.
Zum Kundenkreis von Helmut Eder gehören nicht nur einheimische
Stammkunden und treue Zweitwohnsitzer, sondern auch die vielen
Gäste des Stanglwirts. Letztere sind häufig auch bei „Gössl Kitzbühel“
zu finden, wo man die Trachtenwelt des nicht allzu weit entfernten
Salzburgerlandes in höchster Perfektion zu präsentieren weiß. Der
City-taugliche „Lieserl“-Hut mit Kordel beweist das, aber auch Röcke
aus leichtem Schladminger Loden mit seitlicher Lampasse, wie die
breiten Zierstreifen an den Außennähten heißen. Und wer es lieber
detailverliebt mag: Auch die Gamsbart-Jacke, verziert mit geflochtenen
Schulterspangen und Kragenstepperei, macht gute Figur. Spezialisten
sind hier, wie gesagt, am Werk. Und mitunter verrühren sie die beiden
bestimmenden Elemente der Stadt, nämlich Trachten und Sport, zu
neuen modischen Synthesen, vielleicht könnte man sogar sagen: zum
Lebensgefühl Kitzbühel. Der Begriff „Alpin-Look“ wäre da, wenn-
gleich heute angesagter denn je, fast schon eine Untertreibung.
»
Tracht und Trachtenmode sind
eine Verbindung von Vergangenheit
und Gegenwart, eine Mischung
von Heimatverbundenheit und
Weltoffenheit.«
Gwand von Könnern für Kenner“: Schon in der Anfangszeit des Unter-
nehmens entwickelte sich der identitätsstiftende Gössl-Stil.
Kaspar Frauenschuh kreierte 1995 die erste mittlerweile berühmte Fleece-
jacke. Seine Kaschmirpullover sind das Markenzeichen des Unternehmens.
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