Seite 72 - Bio-Hotel Stanglwirt | Jubiläumsmagazin 400 Jahre

Auch ein Stück Kitzbüheler Shoppingflair gibt es beim Stanglwirt. Am
Fuße der Kaiserstiege können die Gäste des Hotels im exklusiven Polo
Ralph Lauren Store die angesagtesten Kreationen der Weltmarke für
Damen, Herren und Kinder erwerben. Die Kollektionen wechseln vier-
teljährlich, Trendsetter finden in der Edelboutique beim Stanglwirt des-
halb immer die topaktuelle Mode vor. Und zwar nur hier: Ellen Kas,
die Besitzerin des Stores, bringt mit ihrem fundierten Mode-Back-
ground eine handverlesene Auswahl aus den Kollektionen des Labels
nach Going, die sonst nur in Polo-Ralph-Lauren-Flagship-Häusern in
Weltmodezentren wie Mailand oder Paris zu finden sind. Schon bei der
Bestellung der Ware denkt Kas an bestimmte Stanglwirt-Stammgäste,
die auch treue Kunden der Boutique sind und die sie dann beim nächs-
ten Besuch mit individuell ausgesuchten Stücken überrascht. Ein ein-
zigartiges Service, das perfekt zur Stanglwirt-Erlebniswelt passt.
Kitzbüheler Irrtümer
Ob Kitzbühel auch mit seinem alten Namen Chizzingenspuehel zum
Nabel der Alpen geworden wäre? Dass der Name Kitz vom Gamskitz
kommt – das ist einer der vielen Irrtümer, die es rund um diese verwir-
rende Stadt gibt. Dabei muss man freilich zugegeben: Es ist eine alte
Geschichte, die Ursprünge liegen weit zurück. Der Bühel jenes baju-
warischen Herrn Chizzo, von dem eine Chiemseer Urkunde aus dem
Jahre 1165 berichtet, machte eine Karriere ganz im Sinne der Hah-
nenkammabfahrt: schnell und steil. Schon 1271 setzt es das Stadt-
recht, und im 16. Jahrhundert wird hier Silber gewonnen. Dann ist es
Eisen, das die Stadt groß macht. Genauer: die Eisenbahn. Sie bringt
Sommerfrischler hierher. Und seit ein gewisser Franz Reisch die Lek-
türe des norwegischen Abenteurers Fridtjof Nansen in die Finger
kriegt, auch noch eine neue Spezies Mensch: den Homo skiensis.
Denn der Kitzbühler Reisch ist von Nansens Beschreibung zweier an
die Beine gebundener Latten, Skier genannt, fasziniert. 1892 lässt er
sich ein Paar aus Norwegen schicken, fährt einige Monate später als
erster Mensch das Kitzbüheler Horn auf Skiern ab – eine frühe Stern-
stunde des alpinen Schilaufs. Bereits 1894/95 werden die ersten Ski-
rennen in Kitzbühel abgehalten, dann geht es Schlag auf Schlag: Neu-
gierige Gäste trudeln ein, knapp nach der Jahrhundertwende eröffnet
ein Grand Hotel, der erste Abfahrtslauf am Kitzbüheler Horn findet
statt. Mondäne Bälle, kleinere Liebschaften und größere Skandale,
Schlittenfahrten und noch mehr Partys lassen Kitzbühel zur Weltstadt
des Wintersports werden, in der sich Adel, Schriftsteller und Showstars
die Klinke, pardon: Skier in die Hand geben. Mit der Hahnenkamm-
bahn wird 1928 die erste Gondelbahn Österreichs fertiggestellt, und
im Winter 1931 ist es dann endlich so weit: das erste Hahnenkamm-
rennen auf der Streif findet statt – ein wesentlicher Baustein zur Ver-
festigung des Mythos. Kitzbühel ist zu dieser Zeit bereits in aller Munde.
Als 1935 der Prince of Wales Kitzbühel besucht, sind alle Unterkünfte
restlos ausgebucht. Ihm folgen englische Aristokraten – noch heute ist
Großbritannien ein wichtiger Herkunftsmarkt.
Das härteste Rennen der Welt
Ein Stück Tourismusgeschichte also wie aus dem Bilderbuch. Und
eines mit Bestand: Gilt die Skiabfahrt als die wahre Formel 1 des Win-
ters, dann ist Kitzbühel das schneeweiße Monte Carlo und das legen-
däre Hahnenkammrennen das härteste, schnellste Rennen der Welt.
Streif, Mausefalle, Steilhang – da klingelt es auch bei Anti-Skikanonen.
Und auch die Promis, seit jeher Markenzeichen des mondänen Kitz,
haben sich nicht wirklich verrannt: Franz Beckenbauer ist offiziell Ein-
wohner des Skiorts, ließ sich im Standesamt Oberndorf trauen und
feierte die Hochzeit standesgemäß bei seinem Freund Balthasar Hau-
ser im Stanglwirt. Auch Uschi Glas ist Kitzbühel als zweite Heimat ans
Herz gewachsen, seit sie in den Siebzigerjahren hier mehrere Filme
drehte. „Gouvernator“ Arnold Schwarzenegger schneit hier ebenso
»
Der Kitzbüheler Franz Reisch
fährt 1892 als erster Mensch das
Kitzbüheler Horn auf Skiern ab –
eine frühe Sternstunde des
alpinen Schilaufs.«
Margarete Klingler wurde mit 20 jüngste Goldschmiedemeisterin Tirols.
© Margarete Klingler, Ellen Kas, Kitzbühel Tourismus/medialounge
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Kitzbühel
400
Jahre