Seite 82 - Bio-Hotel Stanglwirt | Jubiläumsmagazin 400 Jahre

82
Das Magazin zum Jubiläum
Ein Blick auf die Nebengebäude, die der Heinz Mantl in „seinem“
Klein-Tirol versammelt hat, gibt reichen Aufschluss, was man darunter
verstehen kann. Ein eigenes Sägewerk und eine Mühle finden sich
hier, nebst Stampfe, Kapelle und Schießstand. Getreidekasten, Sen-
nerstube, Selch, Backofen, Käserei – allein ein flüchtiger Blick auf die
zahllosen Gerätschaften des kulinarischen Wirtschaftens lässt indessen
eine Ahnung vom vollen Geschmack des alpinen Lebens aufziehen.
Ja, sogar eine Badestube hat man für das Museum Tiroler Bauernhöfe
aufgetrieben. Das einst an beinahe allen bäuerlichen Höfen verbreite-
te, private, fensterlose Hitzesteinbad erinnert nun daran, dass zur wah-
ren Autarkie stets auch das bäuerliche Spa zählte. Und wenn, wie etwa
im Biohotel Stanglwirt, Tiroler Steinölbad und Ziegenbutter-Creme-
packungen wohltun und einen der Duft von Zirbenholz – dessen Wir-
kung zuletzt Chemiker der Uni Innsbruck auf die Schliche kamen –
besser schlafen lässt, dann ist dieses Wissen ganz präsent.
Wahre Tradition statt bunter Folklore
Eine Annäherung an eine längst fremd gewordene Welt – auch das
zählt zu den Facetten, mit denen Tirol bis heute überrascht. Die Zie-
genmilch, die nach Wacholder schmeckt? Das nächtliche Weiden der
Kitzbühler Kühe, um sie dadurch gegen Bremsen zu schützen? Die
Geschicklichkeit der Tiroler Senner bei der Zubereitung von Schwing-
mus und Zigersuppe? Tirols Hochgebirgstäler, die mit rund 450 Al-
men den geschlossensten Almwirtschaftsbereich Österreichs stellen,
sind keine schlechte Gegend, um dem Alltag dieser alpinen Lebens-
weise ein wenig näherzukommen. Und dreht man am Goinger Hand-
werkskunstmarkt – der übrigens auf Initiative der Stanglwirtbuam
Balthasar Hauser, Georg Anker und Toni Pirchl gegründet wurde –
eine Runde, dann lassen Gamsbartbinder, Glockenstuhlmacher,
Hirschhornschnitzer, Klöpplerinnen und Holzschuh-Virtuosen längst
vergessenes Handwerk aus der Tiroler Vergangenheit auftauchen –
Gaumenfreuden wie Brodakrapfen, Kasspatzln oder Germkiachl inklu-
sive.
Das Gebirge, die Macht der Witterung, all das alte Wissen über heil-
same Bergkräutlein, Zirbenöl, aber auch das wahre Bergkäs-Aroma –
sie haben bis heute überdauert. Mitunter offen sichtbar, wie Bräuche
im ganzen Land berichten. Oder der Besuch bewirtschafteter Almhüt-
ten, aus denen noch der Geruch offener Feuerstellen dringt und am
Abend sogar flackerndes Kerzenlicht. Wenn man genauer hinblickt,
spürt man noch ganz anderes: dass die Härten und die Romantik des
alpinen Elements das Leben vieler Tiroler auch weiterhin prägen. Und
dass die Fixpunkte des alpinen Jahreszyklus’ – vom Almabtrieb über die
gemeinsame Heumahd bis zum Perchtenlauf – hier keineswegs Folklo-
re-Show sind, sondern zeitliche Koordinaten einer über Jahrhunderte
hindurch in die Herzen der Menschen eingeschriebenen Geschichte.
Entdecke das Unsichtbare: Bei Na-
ture-Watch-Wanderungen lernt man
Tirols versteckte Seiten kennen. So
lautete das Motto, das die Tirol Wer-
bung und Swarovski Optik zur Zu-
sammenarbeit veranlasst hat. Das Resultat: das Projekt „Nature
Watch“. Dabei handelt es sich um ein professionelles Angebot der
Naturbeobachtung. Ausgestattet mit einem Fernglas von Swarovski
Optik und begleitet von einem ausgebildeten Guide begeben sich
die Urlauber auf eine Entdeckungsreise in die fast unberührte Natur
der National- und Naturparks. Eine Wanderung, die sich nicht nur im
Sommer lohnt: Wer in seinem Winterurlaub einen Tag abseits von
Skipisten verbringen möchte, dem öffnet „Nature Watch“ Augen und
Sinne für die vielfältigen Spuren des Lebens im Gebirge.
Der Stanglwirt ist der optimale Ausgangspunkt für die Erkundung
der atemberaubenden Landschaft am Wilden Kaiser. Die Nähe zur
Natur ergibt sich hier schon aus den bäuerlichen Traditionen, die
beim Stanglwirt aus Überzeugung gepflegt werden. Wildbeobach-
tung, Fährtenlesen und Hüttenromantik sind beim Stanglwirt etwa
im 600 Hektar großen und leicht begehbaren Jagdrevier zu erleben,
die eigene Alm mit Käseproduktion am Wilden Kaiser führt vor Au-
gen, wie man in Tirol seit Jahrhunderten die Natur schonend zu nut-
zen versteht. Für Nature-Watch-Urlauber hält man beim Stanglwirt
ganz besondere Angebote bereit.
Alle Infos im Detail:
Nature-Watch-Führungen:
Geführte Wanderungen mit Fernglas und Naturbeobachtung. In der
Sommer- und Herbstsaison 2× pro Woche, in der Wintersaison
1
× pro Woche. Dauer mind. 2 Stunden
Nature Watch Guide:
Ausgebildeter Bergwanderführer mit Naturkompetenz und Nature-
Watch-Zusatzqualifikation
Nature-Watch-Pauschale:
Ab 6. Jänner 2010 ist beim Stanglwirt die neue Nature-Watch-Pau-
schale buchbar. 3 oder 6 Übernachtungen (Anreise Sonntag) in der
gebuchten Kategorie inkl. hochwertigem Frühstücksbuffet, Nach-
mittagsjause, Feinschmecker-Abendessen und vielen anderen Ex-
tras und inkl. 1 x Nature-Watch-Führung ab EUR 396,–. Mehr Infos
unter
Menüpunkt „Nature Watch“
Swarovski-Ferngläser
Die Ferngläser von Swarovski Optik werden zur Verfügung gestellt.
Der Gratiskatalog „Nature Watch Magazin“ kann auf der Homepage
der Tirol Werbung bestellt werden:
Nature
Watch –
Natur auf
einen Blick
»
Almabtrieb, Heumahd, Perchten-
lauf: zeitliche Koordinaten einer
über Jahrhunderte hindurch
in die Herzen der Menschen
eingeschriebenen Geschichte.«
Stanglwirt
Tirol und Nature Watch
400
Jahre