Seite 37 - Bio-Hotel Stanglwirt:

ersten in der Branche auf Zeitungswerbung. Mit großem Erfolg. Als Wil-
helm Rüschenbeck erfährt, dass sein Geschäftshaus bald abgerissen wer-
den soll, kauft er vorsorglich das Fachwerkhaus am Westenhellweg 45.
Hier eröffnet er in noch größeren und schöneren Räumen sein neues
Geschäft. 1938 wird Wilhelm Rüschenbeck zum Obermeister der
Uhrmacherinnung ernannt. Der Zweite Weltkrieg, den er als Gefreiter und
Leiter der Uhrmacherabteilung des Generalstabs in Königsberg erlebt, lässt
sein Geschäft jedoch in Schutt und Asche versinken.
1947 –
ein Neubeginn
Nach abenteuerlicher Rückkehr wird im Mai 1947 der Grundstein zum
Wiederaufbau gelegt. Dabei hilft, dass Teile des Warenlagers, vor allem
Uhren, über den Krieg gerettet werden konnten. Ersatzteile gibt es kaum,
alles Material muss mühsam beschafft werden. Drei Tage vor der Wäh-
rungsreform wird das Fundament gegossen. Noch auf der Baustelle
macht das Ehepaar unter primitivsten Verhältnissen ein Geschäft für Uhren
auf – mit einer Theke aus Schalbrettern und einer Pferdedecke. Die Uhren
sind heiß begehrt, denn öffentliche Uhrzeiten gibt es nicht. Kirchturmuhren
und Radios sind Mangelware. Am 4. Mai 1949 wird dann endlich das
neue Geschäft feierlich eröffnet. Und auch die Familientradition ist
gesichert: Die beiden Söhne Wilhelm (*1938) und Gerhard (*1941)
wachsen heran.
Von nun an geht es Schlag auf Schlag
Immer noch der klassischen Handwerkskunst verpflichtet, eröffnet Wilhelm
Rüschenbeck die ersten Filialen in Duisburg und Hagen. Die dritte Gene-
ration der Familie, Wilhelm und Gerhard Rüschenbeck, erhält eine inten-
sive Ausbildung im Uhrmacherhandwerk, im Edelsteinhandel und in der
Führung von Juweliergeschäften. Zahlreiche Auslandsaufenthalte runden
ihre Ausbildung ab, sodass die beiden Brüder – bestens gerüstet – als
Junioren mit in das Geschäft einsteigen. So kann auch die Expansion auf
breitere Beine gestellt werden. Eine weitere Filiale am Münsterschen
Prinzipalmarkt folgt. 1995 – viel zu früh – verstirbt Wilhelm Rüschenbeck.
Gerhard und sein Neffe, wieder ein Wilhelm, leiten seitdem das Unter-
nehmen und setzen den Expansionskurs fort: mit neuen Filialen im CentrO
Oberhausen sowie in Köln, Frankfurt und im Frühjahr 2011 im „The Squaire“
am Frankfurter Flughafen.
Höchste Auszeichnungen
Über Jahrzehnte und Generationen hinweg ist es immer unser Ziel gewe-
sen, Ihnen, unseren Kunden, außergewöhnliche Kollektionen und erlesene
Schmuckstücke zu offerieren. Unsere Arbeiten wurden mit zahlreichen
internationalen Preisen ausgezeichnet. Allein dreimal erhielten wir den
Diamond International Award“, was der Verleihung des „Oscars“ für
Juwelen gleich kommt. Das brachte uns die höchste Auszeichnung ein,
die einem Juwelier zuteil werden kann: Die Berufung zum Mitglied der
Diamonds International Academy“. Darüber hinaus gewann das Gold-
schmiede-Atelier Rüschenbeck seit den Sechzigerjahren alle wichtigen
nationalen und internationalen Juwelen-Designpreise. Unser Atelier und
unsere eigene Uhrmacherwerkstatt zählen heute zu den größten
Deutschlands.
Neben der eigenen Schmuckkollektion führen wir heute selbstverständlich
alle renommierten Schmuck- und Uhrenmanufakturen der Welt, z. B.
Rolex, A. Lange & Söhne, Audemars Piguet, Breguet, Breitling, Chopard,
Bvlgari, Glashütte Original, IWC, Jaeger-Lecoultre, Omega, Panerai,
Patek Philippe, Tag Heuer, Vacheron Constantin, Tamara Comolli,
Piaget, Leo Wittwer und viele andere.
Für Ihr Vertrauen, das Sie uns in all den Jahren geschenkt haben, möchten
wir Ihnen deshalb auch an dieser Stelle herzlich danken. Es ist für uns ein
ganz besonderer Ansporn, Sie immer wieder mit Neuem zu überraschen
und zu begeistern.
Tag der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Gerhard und
Wilhelm Rüschenbeck.
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Stanglwirt
Promotion
20
Jahre Weißwurstparty