Seite 80 - Bio-Hotel Stanglwirt:

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Paradiesisch haben es auch
die Kühe beim Stanglwirt: Sie
kennen kein Silofutter, sondern
nur saftige, grüne Wiesen und
das Heu von den Almen.«
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Der Stanglwirt betreibt die erste
private Lippizzanerzucht der
Welt. Durch ein riesiges Fenster
kann man die edlen Pferde
bei der Arbeit beobachten.«
Besser geht’s nicht: Der Bergkäse
vom Stanglwirt wird vom Senner nach
uralter Tradition angefertigt.
Das legendäre Kuhstallfenster erlaubt Blickkontakt
zwischen Gästen im Stanglwirt-Gasthof und den
glücklichen Kühen der Stanglwirt-Landwirtschaft.
Hausers immer eng verbunden blieben. Auf mehr als 100 Hektar An-
baufläche werden Gemüse und das Futter für die Tiere nach ökologi-
schen Gesichtspunkten gezogen, das Fleisch wird in der hauseigenen
Fleischerei nach traditionellen Rezepten zu Schmankerln verarbeitet,
die dann auf den Tischen in Gasthof und Restaurant landen. Paradie-
sisch haben es auch die Kühe: Sie kennen kein Silofutter, sondern nur
saftige, grüne Wiesen im Sommer und das Heu von den Almen im
Winter. Auf einer dieser alpinen Wiesen wird heute noch nach uralter
Sennertradition Käse zubereitet, eine gesuchte Spezialität, die unter
Stanglwirt Bergkäs“ firmiert und im Shop neben dem Gasthof zu
haben ist. Wieder ein Beispiel, wie die Hausers die Gaben der Natur
mit alten Methoden zu höchstem Genuss veredeln.
Ein Platz für Tiere
Dazu gehört natürlich auch der Respekt vor dem Tier. Vierbeiner spie-
len überhaupt eine wichtige Rolle beim Stanglwirt. Nicht nur die Kühe,
die über das legendäre „Kuhstallfenster“ mit den Gästen im Gasthof
verbunden sind, oder die Schafe, die auf den begrünten Dächern der
Tennishallen weiden – was bei der Errichtung übrigens eine europa-
weite Novität war und mittlerweile von vielen nachgeahmt wird. Un-
verzichtbar beim Stanglwirt sind auch die Pferde – und zwar nicht ir-
gendwelche. Edle Lipizzaner sind es, die hier weltweit erstmals privat
gezogen wurden. Über das riesige Fenster in der „Alten Tenne“ kann
man sie bei der Arbeit beobachten, die unvergleichliche Ästhetik der
Bewegung dieser edlen Tiere genießen – oder gleich selbst darauf aus-
reiten. Selbst Haifische finden hier in Going eine Heimat – und gehö-
ren tatsächlich zu Tirol wie Skifahren und Bergwandern. Als Balthasar
Hauser eine TV-Dokumentation über die Entstehung der Alpen sah,
dämmerte ihm plötzlich, warum so viele traditionelle Glockenbänder
für Kühe mit Muscheln verziert sind und warum eine versteinerte
Schnecke von beeindruckender Größe am Eingang zum Gasthof die
Eintretenden begrüßt. Der Wilde Kaiser, der mächtige Nachbar des
Stangl-Gutes, war einst ein Riff. Dort, wo heute in bester Gesellschaft
relaxt, gefeiert und gesportelt wird, wogte ein Urzeitmeer, in dem sich
die Vorfahren der Haie tummelten. Gemeinsam mit Tierschutzexper-
ten schuf er zwei Schwarzspitzen-Riffhaien ein Refugium im Stangl-
wirt, gab ihnen ein Stück jenes Gebietes zurück, das ihre Vorfahren in
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Das Magazin zum Jubiläum
Stanglwirt
20
Jahre Weißwurstparty
Das Hotel